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5 Werte

Donnerstag, 5. Januar 2012 | Autor:

Da es beim Parkour nicht nur darum geht körperliche Grenzen kennen zu lernen und zu überwinden, sondern auch geistige, bilden sich einige Werte heraus, die man als die Philosophie von Parkour bezeichnen könnte. Sie sind sozusagen die Grundlage dessen, was man geistig lernen kann. Man kann diese 5 Werte symbolisch an einer Hand aufzeigen.

Daumen – Keine Wertung

Es geht beim Parkour nicht darum jemanden zu bewerten. Es gibt kein besser oder schlechter, da jeder Mensch unterschiedlich ist, unterschiedliche Voraussetzungen hat und unterschiedlich schnell lernt. Man sollte sich daher nicht mit anderen vergleichen und in einen Konkurrenzkampf verfallen. Es ist gut, sich hin und wieder Ziele zu setzen, doch man sollte diese Ziele für sich selbst setzen. Die Hauptsache ist, man entwickelt sich Stück für Stück weiter.

Zeigefinger – Vorsicht

Parkour birgt immer Gefahren. Selbst bei jahrelangem Training kann es passieren, dass man sich einmal nicht konzentriert und einen Fehler macht. Die eigene Sicherheit sollte immer im Mittelpunkt des Trainings stehen. Bei neuen Sprüngen sollte man stets alle Gegebenheiten überprüfen, um so mögliche Gefahrenquellen frühzeitig zu erkennen. Draußen auf der Straße gibt es keine Matten oder federnde Böden, daher muss man sich immer der Konsequenzen bewusst sein, die ein Fehler nach sich ziehen kann und dementsprechend abwägen, ob eine Bewegung sinnvoll und sicher ist.

Mittelfinger – Respekt

Respekt gegenüber der Umwelt und Respekt gegenüber sich selbst sind wichtig. Wenn wir unsere Umgebung und unsere Mitmenschen nicht achten, kann es schnell passieren, dass Trainingsgelände zerstört werden oder Verbote ausgesprochen werden. Damit schadet man sich jedoch in erster Hinsicht selbst, da man so weniger Möglichkeiten zum Trainieren hat. Der Respekt gegenüber dem eigenen Körper ist ebenso wichtig, denn wenn man nicht auf seinen Körper achtet, Signale übersieht oder ignoriert, kann es schnell zu Verletzungen kommen.

Ringfinger – Vertrauen

Zu aller erst bildet sich durch Parkour ein starkes Selbstvertrauen aus. Man merkt, dass man vieles, was man nicht für möglich gehalten hat, durch harte Arbeit erreichen kann. Ebenso schafft gemeinsames Training mit Hilfestellungen oder gemeinsamen Aufgaben Vertrauen untereinander.

Kleiner Finger – Bescheidenheit

Einer der wichtigsten Werte, der leider oft vernachlässigt wird. Selbst wenn man jahrelang trainiert hat und die unglaublichsten Sprünge schafft wird man nie der Beste sein. Es wird immer irgendwo jemanden geben, der etwas besser kann und es wird immer viel mehr Hindernisse geben, die man noch nicht überwunden hat. Man ist nie gut genug und kann immer noch an sich arbeiten.

Einer der wichtigsten Werte, der leider oft vernachlässigt wird. Selbst wenn man jahrelang trainiert hat und die unglaublichsten Sprünge schafft wird man nie der Beste sein. Es ist auch, wie schon der Daumen gezeigt hat, völlig unerheblich, wie gut man im Vergleich zu anderen Traceuren ist. Parkour macht man für seine eigene, persönliche Weiterentwicklung und nicht, um sich irgendwo im Internet darstellen zu können. Fotos und Videos sollten dazu dienen anderen Traceuren Hinweise zu geben, nicht um sich feiern zu lassen.

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